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Es gibt weder grosse Entwicklungen noch wahre Fortschritte auf dieser Erde, solange noch ein unglückliches Kind auf ihr lebt
Albert Einstein, Mathematiker und Physiker (1879-1955).
Weihnachtssammlung 2011
Menschen brauchen Ihre Hilfe
Die Stiftung sammelt für betroffene Bergbauern



Sie sahen zu, wie die Schlossweid verschwand
Die Kander begrub das Land der Familie Stoller – wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt
Von Nadja Widmer- BaZ 25.11.2011

MITHOLZ (BE). Walter und Vreni Stoller leben mit ihren drei Kindern in Kandergrund. Ihr Wohnhaus war glücklicherweise von den Unwettern am 10. Oktober nicht betroffen. Doch Stall und Weidegebiet haben sie weiter oben in Mitholz. Auf dem kleinen Hof Schlossweid wuchs die Grossmutter auf, hier wohnt nun die Nichte Christina Haldemann.
Die Stollers hatten das Wasser kommen sehen. «Wir waren auf der Schlossweid und wollten nach dem Mittag eigentlich die Kühe rauslassen», erzählt Mutter Vreni. Doch dann habe der Statthalter Christina aufgefordert, den Hof zu verlassen. In grosser Eile trieb die Familie die Kühe auf einen nahen Hügel. Danach reichte es gerade noch, die Kälber in der Scheune oberhalb des Stalls in Sicherheit zu bringen, kurz darauf wurde der Zufahrtsweg zum Hof von der Kander überflutet. Über die Wiese konnte sich die Familie in letzter Minute in Sicherheit bringen.
«Wie Kanonenkugeln»
Um 15.30 Uhr kam der grosse Schwall. «Vom Hügel aus konnten wir das ganze Unheil beobachten», erzählt Walter Stoller. «Es war einfach schrecklich.» Die Kander suchte sich links und rechts um das Haus ihren Weg, führte Gesteinsmassen mit, die alles unter sich begruben. Das Erdgeschoss versank im Geröll. Wie durch ein Wunder blieben das Haus und ein kleineres Nebengebäude stehen. Doch das Plumpsklo, die Holzvorräte und Christina Haldemanns Auto wurden von der Flut mitgerissen. «Die Siloballen schossen wie Kanonenkugeln durch den Mitholztunnel», sagt Walter Stoller.
Eine Qual für die Tiere
Der Bauer wirkt erstaunlich gefasst. «Jetzt ist Aufräumen angesagt, zum langen Nachdenken bleibt zum Glück keine Zeit.» Aber das Unwetter hat nicht nur auf dem Gelände seine Spuren hinterlassen. «Wenn Regenwolken aufziehen, fragt Francine, unsere Jüngste, ob jetzt wieder das Wasser kommt», sagt Vreni Stoller. Wie die ganze Familie kann die Achtjährige die Bilder nicht vergessen. Ein Grossteil der Kühe hatte die Tage vor dem Unwetter frisch gekalbt. «Da ist es wichtig, dass sie regelmässig gemolken werden», sagt Walter Stoller. «Doch oben auf dem Hügel konnten wir das nicht tun, eine Qual für die Tiere.» Inzwischen sind die Gesteinsmassen vor dem Haus und im Stall entfernt. Spezialfirmen haben die Güllegrube ausgepumpt und die Wände der Einliegerwohnung im Parterre gereinigt. All das hat bereits mehrere Tausend Franken verschlungen. Wie die grosse Fläche hinter der Schlossweid wieder zur saftig grünen Wiese werden soll, ist Walter Stoller derzeit ein Rätsel. Bald kommt der Schnee, dann geht nichts mehr. Trotz den nicht enden wollenden Aufräumarbeiten betonen die Stollers immer wieder, wie froh sie sind, dass weder Menschen noch Tiere bei dem schrecklichen Unwetter zu Schaden kamen.
 
 
Wo einst eine Wiese war, fliesst nun die Kander
Das Unwetter schnitt Familie Zurbrügg von der Aussenwelt ab, die Futtervorräte spülte der Bach weg
Von Nadja Widmer - BaZ 25.11.2011

MITHOLZ (BE). Da, wo früher die Kühe der Zurbrüggs weideten, klafft ein riesiger Graben. Darin fliesst seit knapp zwei Monaten die Kander – sie suchte sich während des grossen Unwetters von Anfang Oktober einen neuen Weg. Nur wenige Meter vom Haus der Familie Zurbrügg entfernt. Peter und Priska Zurbrügg wohnen mit ihren drei Kindern direkt neben dem Hof Schlossweid der Familie Stoller. In früheren Zeiten trennte das schmale Flussbett der Kander die beiden Grundstücke voneinander. Jetzt ist es eine Steinwüste. Wie durch ein Wunder ist der Hof der Zurbrüggs nicht beschädigt worden. Zerstört wurde aber ein Grossteil des Weidelands, zudem schwemmten die Wassermassen die Siloballen und die Holzvorräte der Familie weg.
Am Unglückstag war Peter Zurbrügg, der teilzeit als Wegmeister bei der Gemeinde Kandersteg arbeitet, in einem Nebental beschäftigt gewesen, als er telefonisch auf seinen Hof gerufen wurde. «Bei meiner Rückkehr war die Brücke zu unserem Haus bereits vom Wasser überspült», erzählt der Bauer. Mit dem Jeep habe er sie trotzdem passieren können. Wenig später kehrte auch Priska Zurbrügg von ihrer Arbeitsstelle, einer Drogerie in Frutigen, zurück in den Unterbühl. «Ich musste mein Auto drüben stehen lassen, Peter holte mich ab.»
Angst um die Kinder
Die beiden älteren Kinder Sandro (20) und Virginia (16) waren in ihren Lehrbetrieben, die jüngste Tochter Vanessa (12) war bei den Grosseltern. «Ich wusste, dass mein Schwiegervater mit Vanessa nach Mitholz gefahren war, um alles mitanzusehen, doch dann erreichte ich die beiden nicht mehr.» Das Handynetz war zusammengebrochen. «Das waren die schlimmsten Stunden meines Lebens», erinnert sich die Mutter. «Ich wusste nicht, ob es meinen Kindern gut geht.» Als schliesslich klar war, dass niemand zu Schaden gekommen war, setzte Erleichterung ein. «Vor diesem Hintergrund erschien die materielle Zerstörung gar nicht mehr so schlimm.» Der Blick aus dem Esszimmer der Zurbrüggs ist trotzdem erschreckend: Die Hofeinfahrt führt geradewegs in den Graben. Die ersten Tage waren die Zurbrüggs von der Aussenwelt abgeschnitten.
Wasserversorgung mitgerissen
«Schritt für Schritt kam die Zivilisation zurück», sagt Peter Zurbrügg. Zuerst ein Stromgenerator für den Stall, dann ein grösserer, der auch das Haus versorgte. Das Militär baute eine Fussgängerbrücke, nach einer Woche wurden die Strom- und Telefonleitungen wieder verbunden. «Das grösste Problem direkt nach dem Unwetter war das fehlende Wasser», sagt Peter Zurbrügg. Die Tiere im Stall hatten Durst, denn die Rohre der Wasserversorgung hatte die Kander mitgerissen. Eine alte Quelle hinter dem Hof war die Rettung. Die Schäden auf den Weiden könnten nicht so leicht behoben werden, sagt Priska Zurbrügg. «Wir nehmen nun einfach einen Tag nach dem anderen.»

Seine Existenz wurde einfach weggespült
Der Walliser Bauer Toni Henzen steht vor dem Nichts
Von Nadja Widmer - BaZ 24.11.2011

WILER (VS). Toni Henzen ist Bergbauer aus Überzeugung. Der Gastronom kaufte sich im Alter von 27 Jahren neben dem Fluss Lonza im Lötschental ein Stück Land samt Stall und baute sich eine Existenz als Schafbauer auf.
Nun ist alles dahin. Das Unwetter vom 10. Oktober hatte seinem Betrieb ein Ende gesetzt. Dennoch will Toni Henzen weiter bauern, er hängt an seinen hundert Weissalpenschafen. Die Auswirkungen des Unwetters auf den Besitz des Bergbauern waren verheerend: Ein Grossteil seines Landes liegt unter Geröll begraben. Beim Stall wurde die äussere Ecke des Fundaments weggerissen; das Gebäude hält laut Experten nur noch, weil in der oberen Etage alles voller Heu ist. Heu, das Henzen im Winter eigentlich für die Versorgung seiner Tiere bräuchte.
Schlimme Erinnerungen
Das Unglück hatte sich angekündigt. An jenem Montag wurde Toni Henzen von der Feuerwehr zu einem seiner Grundstücke oberhalb der Gemeinde Wiler gerufen. «Als ich ankam, ging der Milibach bereits über die Ufer und riss das ganze Gelände mit», sagt der Bergbauer. Die Erinnerungen daran lassen ihn nicht los. «Ich konnte nur hilflos mitansehen, wie mein Land unter einer braunschwarzen Masse aus Wasser und Geröll verschwand.» Zeit zum Verarbeiten blieb ihm nicht. Denn schnell war klar: Wenn der Milibach so viel Wasser führt, dann wird auch die Lonza unten im Tal über die Ufer treten. Glücklicherweise blieb Toni Henzen noch Zeit, seine Schafe auf einer Wiese hinter dem Stall in Sicherheit zu bringen. Doch für die Gebäude konnte er nichts tun. Wo einst die Garagen standen, klafft nun ein Abhang. Die Eingangstüre zum Stall schwebt in der Luft. Toni Henzen darf seinen Stall nicht mehr betreten. «Wenn ich es schaffe, eine Maschine mit einem genügend langen Greifarm aufzutreiben, werde ich auf der Hinterseite die Holzverkleidung runterreissen und so viel Heu wie möglich bergen.»
Sein Land ist jetzt Gefahrenzone
Nächstes Jahr wäre der Kredit für den Stall abbezahlt gewesen. Nun muss ihn Toni Henzen abreissen lassen. Der Kostenvoranschlag für den Abbruch ist viermal so hoch wie der Betrag, der in der Versicherungssumme für Aufräumarbeiten vorgesehen ist. Sein Grundstück in der Landwirtschaftszone an der Lonza wird nach diesem Vorfall neu der Gefahrenzone zugeteilt. Für den Bauern wird es nutzlos, er muss neues Land erwerben. «Etwas konnte ich schon kaufen, aber die flachen Flächen sind praktisch alle vergeben», sagt Toni Henzen. Es bleiben ihm nur die schwer zu bewirtschaftenden Berghänge. Die Tiere hat der Bergbauer vorübergehend in zehn kleinen Ställen unterbringen können. Nun setzt er alles daran, im Frühling irgendwo mit dem Bau eines neuen Stalls beginnen zu können. Toni Henzen ist engagierter Bauer, ist Vizepräsident der Oberwalliser Landwirtschaftskammer und Präsident des Weissalpenschaf-Verbandes Oberwallis. Zu Henzens Schafherde gehört der aktuelle Schweizer Meister der Weissalpenschafe. Tom, der 150-Kilo-Bock, hat an der BEA in Bern die Konkurrenz hinter sich gelassen. «Weil er so ein gutes Fundament hat», sagt Toni Henzen.
 
 
Mit «BaZ hilft» unterstützt Basel zum zweiten Mal die Bergbauern in der Gemeinde Mundaun
Von Nadja Widmer - BaZ 28.10.2011

MUNDAUN. Die Alp Stavonas hat schon bessere Zeiten erlebt. Wie auf den meisten Alpen kämpfen auch hier die Besitzer mit dem Rückgang der Bergbauernbetriebe, veralteter Infrastruktur und der Frage: «Wie können wir die dringende Modernisierung unserer Alp stemmen?»
Die Alp Stavonas auf 1971 Metern über Meer gehört zu Mundaun. Die kleine Gemeinde in der Bündner Region Surselva ging vor drei Jahren aus der Fusion der Gemeinden Flond und Surcolm hervor. Den neuen Namen haben die Mundauner vom Piz Mundaun, ihrem Hausberg, abgeleitet. Auch nach der Fusion ist die Gemeinde sehr klein, zählt nur gerade 320 Einwohner. Zwölf von ihnen sind Landwirte. Für die Bergbauern ist es wichtig, dass sie ihr Vieh im Sommer während drei Monaten auf die Alp bringen können. Zum einen haben sie dadurch unten im Dorf die Möglichkeit, das Gras auf den Wiesen wachsen zu lassen und so Heu für die Wintermonate zu gewinnen. Zum anderen ist der Verkauf der Alpkäse, der während der Sömmerung entsteht, eine wichtige Einnahmequelle.
Käselaibe und Buttermödeli
Damit die auf der Alp Stavonas produzierten Käselaibe und Buttermödeli den heutigen Hygienestandards entsprechen, konnte die Sanierung der Alphütte nicht länger hinausgeschoben werden. Als das «BaZ hilft»-Team im Spätsommer die Alp besuchte, war von der Hütte nur noch die äussere Hülle zu sehen. Und auch bei dieser fehlte eine Seite. Im Innern rissen Bauarbeiter Wände ein, betonierten die Böden und mauerten einen Anbau. Dort finden künftig der Sanitärraum und ein Notstromgenerator Platz. Denn ohne Strom geht heute auf der Alp nichts mehr. Das Tuckern des Dieselmotors gehört inzwischen genauso zur Geräuschkulisse wie Ländlermusik aus dem Stallradio. Und die Zeiten, in denen die Milch im «Käsechessi» über dem offenen Feuer erwärmt wurde, sind vorüber. Auf modernen Alpen wird zwar noch immer Holz zum Heizen verwendet, doch inzwischen wird das Feuer unter einem Dampfkessel und nicht mehr direkt unter dem Gefäss mit der Milch gemacht. Die Milch wird dann durch den Wasserdampf erhitzt. Damit die Mundauner den wichtigen Schritt in die Zukunft gehen können, unterstützt sie die Stiftung «BaZ hilft» im Rahmen der Weihnachtssammlung bei ihrem Bauvorhaben.
Gemeinde kaufte die Rechte
Es ist nicht das erste Mal, dass Geld aus Basel nach Mundaun fliesst. Als die Gemeinde Flond 1981 die 108 bestehenden Alprechte den damals noch 38 Genossenschaftern abkaufte, leistete die Stadt Basel einen finanziellen Beitrag. «Ohne eine Übernahme der Alprechte wäre heute eine Sanierung der Alp nicht möglich», sagt Hiazint Brunold, der Gemeindeschreiber von Mundaun. Bei ihm laufen die Fäden in der Gemeinde zusammen. Wer mit Brunold durch die beiden Dörfer fährt, muss bei fast jedem bewohnten Haus einen kleinen Stopp einlegen. Was die Bündner so Dringendes zu besprechen haben, bleibt dem Aussenstehenden verschlossen, denn in Mundaun ist das Rätoromanische Alltagssprache.
Prada soll Teil der Alp werden
Der Weg auf die Alp zieht sich so ein wenig in die Länge. Dafür ist Stavonas mit dem Auto erreichbar. Das erleichtert nicht nur den Arbeitsalltag während der Sömmerung, sondern auch die Umbauarbeiten. Während die Baumaschinen und Werkzeuge auf anderen Alpen teuer mit dem Helikopter eingeflogen werden müssen, können sie hier hochgefahren werden. Die Strasse hört auf der Alp Stavonas nicht auf, sondern führt noch einen Kilometer weiter zur Nachbaralp Prada. Diese ist ebenfalls Teil des neuen Alpkonzepts. Um die beiden kleinen Alpen rationeller bewirtschaften zu können, sollen sie zu einer einzigen Alp zusammengelegt werden. Ein Melkstand wird dann den Sennen die Arbeit erleichtern und den Kühen das lästige Anbinden im Stall erlassen. Die Milch wird künftig nur noch auf der Alp Stavonas zu Käse verarbeitet, auf der Alp Prada wird nur noch gemolken. Diesen Sommer war es wegen der Bauarbeiten gerade umgekehrt: Die Milch der 53 Kühe der Alp Stavonas wurde zur Alp Prada gefahren und dort von den Sennen zu Alpkäse verarbeitet. Die Milchkühe auf Stavonas wurden zusammen mit den 35 Muttertieren und ihren Kälbern vom einheimischen Hirten Paul Tschuor umsorgt. In Zukunft soll eine Kuhherde von bis zu 110 Tieren im Sommer drei Monate die beiden Alpen bevölkern. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft der Alp Stavonas geschaffen.
«BaZ hilft» hat schon viel bewirkt
Die Fortschritte auf «unseren» Alpen und Höfen sind nicht zu übersehen
Von Nadja Widmer
BASEL. Die Weihnachtssammlung der Stiftung «BaZ hilft» hat inzwischen Tradition. In den vergangenen Jahren konnten mehrere Alpprojekte erfolgreich realisiert werden. Höhepunkt in diesem Jahr war sicherlich die Einweihung der neuen Alpstallung in Bellwald im Wallis. Durch die sinnvolle Zusammenlegung der Wohnräume für den Hirten im Sommer mit dem Aufenthaltsraum der Skischule im Winter konnte eine für alle Seiten gerechte Lösung geschaffen werden. Die Walliser Bergbauern dankten der Stiftung «BaZ hilft» für die Unterstützung, in dem sie auf 1800 Metern über Meer ein grosses Volksfest mit Alphornbläsern, Freiluftmesse und Bauernbrunch organisierten (BaZ berichtete).
Ein weiteres Vorzeigeobjekt ist die neue Alphütte auf der Alp Bällen in Saxeten (BE). Bei unserem letzten Besuch im Sommer 2010 war die Sennenfamilie Gobeli überglücklich, dass sie nun endlich ihre Sommermonate nicht nur in wunderschöner Umgebung, sondern auch noch in einem schönen und vor allem funktionalen Haus verbringen kann. Einziges Manko damals: Vor dem Stall versanken Kühe und Menschen regelrecht im Matsch. Stecken gebliebene Gummistiefel waren keine Seltenheit. Die vier Söhne der Gobelis wussten sich nur mit Stecken zu helfen. Dieses Problem konnte inzwischen auch noch behoben werden. Der Platz vor den Eingängen zum Stall wurde mit Schottersteinen aufgefüllt, zudem führt ein etwa zwei Meter breiter und 150 Meter langer Schotterweg hinaus auf die Weide. «Zum Glück konnte das auch noch gemacht werden, denn wir hatten dieses Jahr besonders im Juli viel Regen», sagt Senn Marcel Gobeli.
Genügend Platz und schön warm
Die Bauprojekte, welche die Stiftung «BaZ hilft» in der Region unterstützt, sind in der Regel nicht ganz so spektakulär wie der Bau einer neuen Alphütte auf fast 2000 Metern über Meer. Für die betroffenen Familien sind die baulichen Veränderungen, die dank der Weihnachtssammlung realisiert werden konnten, aber mindestens so wichtig. So konnte die Bauernfamilie Burren in Kienberg durch die Spenden aus dem Jahr 2009 endlich einen neuen Anbau beziehen. Nun hat die sechsköpfige Familie auf dem Oberen Sennhof genügend Platz zum Wohnen und Arbeiten. In Waldenburg bei Familie Berger musste 2008 das nach dem Ersten Weltkrieg nicht fachgerecht aufgestockte Dach saniert werden. Unter der Last der Ziegel bogen sich die Dachbalken. Zudem war die aufgesetzte Einliegerwohnung schlecht gemauert. Durch die Unterstützung der Stiftung «BaZ hilft» konnten diese Mängel behoben werden. «Endlich haben wir es schön warm», sagt Mutter Karin Berger. Im Dachgeschoss, in der separaten Wohnung von Sohn Hannes (28) und Tochter Tabea (24), zieht der Wind nun nicht mehr durch die falsch gemauerten Ziegelsteine, das Dach hält. Die jungen Erwachsenen haben beide eine Arbeit im Dorf und möchten vorerst weiter auf dem Hof der Eltern wohnen. «Sie sind uns bei der Arbeit eine grosse Hilfe», sagt Karin Berger. Nach den Berichten in der BaZ haben die Bergers viele positive Reaktionen erhalten. «Die Leute finden es gut, dass auch hier in der Region Familien unterstützt werden», sagt Karin Berger. Auch dieses Jahr sammelt «BaZ hilft» nicht nur für die Alp im Kanton Graubünden, sondern für Bergbauernfamilien. Aufgrund der Unwetter Anfang Oktober hat sich die Stiftung «BaZ hilft» entschlossen, diesmal gleich drei betroffenen Familien zu helfen. Lesen Sie in einigen Wochen in der BaZ, wie hart die beiden benachbarten Familien Stoller und Zurbrügg im Kandertal (BE) sowie das Bergbauernpaar Henzen im Lötschental (VS) vom Hochwasser getroffen wurden.
 
SPENDE. Die Stiftung «BaZ hilft Not lindern freut sich über Spenden und die damit zum Ausdruck gebrachte Solidarität mit Menschen, die Hilfe benötigen. «BaZ hilft» setzt sich für Menschen ein, die unverschuldet in finanzielle Not geraten sind. Während sich die Stiftung unter dem Jahr vorwiegend für Einzelschicksale in der Region Basel einsetzt, wird in der Adventszeit für grössere Projekte Geld gesammelt. «BaZ hilft» wird bei der Weihnachtsaktion von der «Coop Patenschaft für Beggebiete» unterstützt.
 

 

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